Sie bauen eine neue Heizung ein und fragen sich, ob ab 2026 65 Prozent Erneuerbare Energien Pflicht sind? Im April 2026 gilt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) noch, fordert das vor allem in neuen Baugebieten. Doch ab Mitte des Jahres tritt das GMG in Kraft und lockert die Regeln erheblich.
Hausbesitzer profitieren von mehr Technikfreiheit, etwa bei Grüngas oder Hybriden, je nach Wärmeplan Ihrer Kommune. Große Städte haben Fristen bis Juni 2026, kleinere bis 2028. Dieser Beitrag gibt praktische Infos, ersetzt aber keine Beratung durch Fachleute oder Gemeinde.
Wichtig: Arbeiten an Gas- und Elektroinstallationen dürfen nur zugelassene Fachbetriebe ausführen. Lassen Sie uns die Kernregeln und Fristen genauer betrachten.
Die Kernregel des GEG: 65 Prozent erneuerbare Energien für neue Heizungen
Die Kernregel des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) fordert, dass neue Heizungen mindestens 65 Prozent ihrer Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen. Das betrifft Wärmepumpen, Biogas oder Solaranlagen. Fossile Heizungen wie reine Gas- oder Ölbrenner passen nicht mehr. Deshalb planen viele Hausbesitzer jetzt. Doch die Fristen variieren stark je nach Wohnort. So vermeiden Sie Überraschungen.
Wann genau startet die Pflicht in deiner Stadt?
Große Städte mit über 100.000 Einwohnern wie München oder Stuttgart müssen ab dem 1. Juli 2026 umstellen. Dort gelten die 65 Prozent dann streng für jeden Neuinstallation. Kleinere Kommunen haben mehr Zeit, bis zum 30. Juni 2028. Insgesamt gibt es rund 80 solcher Großstädte. Eine vollständige Liste finden Sie hier.

Der Grund liegt bei den Wärmeplänen. Kommunen erstellen diese, um zukünftige Versorgung zu regeln. Städte wie Freiburg haben solche Pläne schon früh. Dadurch kann die Pflicht früher greifen. Rufen Sie daher bei Ihrer Gemeinde nach. Fragen Sie nach dem Stand des Wärmeplans. So wissen Sie genau, wann es bei Ihnen startet.
Für Heizungen, die vor dem 1. Januar 2024 eingebaut wurden, gelten Übergangsregeln. Ab 2029 müssen Sie 15 Prozent erneuerbare Energien erreichen. Später steigt das auf 30 Prozent bis 2035 und 60 Prozent bis 2040. Das gibt Zeit zum Sparen. Neubauten in Neubaugebieten erfüllen die 65 Prozent seit 2024 sofort.
Änderungen seit 2024: Was hat sich wirklich geändert?
Seit dem 1. Januar 2024 gelten strengere Regeln für Neuinstallationen. Früher durften Gasheizungen leichter nachgerüstet werden. Jetzt fordern die Vorschriften sofort 65 Prozent Erneuerbare in vielen Fällen. Kleinere Anpassungen blieben gleich.

Die 30-Jahre-Regel ändert sich nicht. Bestehende Heizungen laufen ihren normalen Betriebszyklus ab. Danach kommt die Pflicht. Keine großen neuen Ausnahmen tauchten auf. Hybride Systeme bleiben möglich, solange sie die Quote erfüllen. In Stuttgart erklärt das Energieberatungszentrum die Details genau.
Früher gab es mehr Flexibilität bei Fossilen. Heute priorisiert das GEG Erneuerbare. Trotzdem reparieren Sie alte Anlagen weiter. Die Änderungen zielen auf Neues ab. Prüfen Sie Förderungen, um Kosten zu senken. So sparen Sie langfristig.
Welche Heizsysteme darfst du noch einbauen?
Ab 2026 bringt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) mehr Flexibilität. Die strenge 65-Prozent-Regel für Erneuerbare entfällt weitgehend. Du kannst Wärmepumpen, Biomasse, Solarthermie oder Hybride einbauen. Sogar Gas- und Ölheizungen bleiben möglich, solange sie zukünftige Brennstoffquoten erfüllen. Wichtig: Arbeiten an Gas- und Elektroinstallationen dürfen nur zugelassene Fachbetriebe ausführen. Schauen wir uns passende Systeme an.
Wärmepumpen: Die smarte Wahl für die meisten Häuser
Wärmepumpen ziehen Wärme aus Luft, Erde oder Wasser und heizen effizient mit Strom. Luft-Wasser-Modelle passen zu den meisten Einfamilienhäusern. Erdwärmepumpen eignen sich bei gutem Boden. Grundwasserpumpen brauchen eine Genehmigung. Alle Typen erreichen hohe Jahresarbeitszahlen (JAZ) über 3,5, also mehr Wärme als Stromverbrauch.

Kombiniere sie mit besserer Dämmung. So sparst du noch mehr. Gut gedämmte Wände senken den Heizbedarf um 30 Prozent. Förderungen decken bis zu 70 Prozent der Kosten, siehe Details zur Heizungsförderung. Deshalb lohnen sie sich langfristig. Viele Hausbesitzer berichten von niedrigen Betriebskosten.
Andere Optionen: Biomasse und Solar im Vergleich
Biomasseheizungen verbrennen Pellets oder Hackschnitzel. Sie liefern stabile Wärme und nutzen nachwachsende Rohstoffe. Nachteile sind Lagerraum und regelmäßige Auffüllung. Asche muss entsorgt werden. Solarthermie erhitzt Wasser mit Dachkollektoren. Im Sommer deckt sie 60 Prozent des Bedarfs. Doch im Winter braucht sie einen Backup wie eine Pumpe.

Beide sind förderfähig. Biomasse passt zu ländlichen Häusern mit Platz. Solar eignet sich sonnige Südhänge. In einem Vergleich aller Optionen siehst du Kosten und CO2-Bilanz. Wähle nach deinem Haus und Budget. Hybride Varianten verbinden Vorzüge beider Welten.
Ausnahmen, Härtefälle und Bußgelder: Was du vermeiden musst
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht Ausnahmen vor, doch die gelten nicht automatisch. Du musst sie beantragen und begründen. So sparst du Zeit und Nerven. Härtefälle erlauben Abweichungen, wenn der Umbau zu teuer oder unmöglich wird. Bußgelder drohen bei Ignoranz. Deshalb prüfe deinen Fall genau. Arbeiten an Gas- und Elektroinstallationen dürfen nur von zugelassenen Fachbetrieben ausführen werden.
Häufige Ausnahmen: Wann die 65-Prozent-Regel nicht greift
Bestimmte Gebäude fallen komplett unter die Bagatellgrenze. Kleine Sanierungen unter 10 Prozent der Fläche brauchen keine Anpassung. Kirchen, Gewächshäuser oder Zelte ignorieren das GEG. Ferienhäuser mit weniger als vier Monaten Nutzung pro Jahr bleiben frei. Gebäude unter 50 Quadratmetern oder mit Heizung unter 12 Grad Celsius entkommen der Pflicht.
Denkmalschutz schützt Altbauten. Hier erlaubt das Gesetz Abweichungen, solange das Erscheinungsbild erhalten bleibt. In einem Überblick zu Pflichten und Ausnahmen findest du Beispiele. Prüfe bei deinem Bauamt. So vermeidest du unnötige Kosten.
Abwärme aus Holzöfen zählt bis zu 10 Prozent der Quote, wenn du sie technisch nutzt. Stromheizungen passen in Mehrfamilienhäusern, vorausgesetzt der Wärmeschutz liegt 45 Prozent über Neubau-Standard. Kleine Änderungen laufen also glatt.
Härtefälle: Beantrage eine Befreiung rechtzeitig
Unbillige Härte hebt die Pflicht auf. Das gilt bei hohen Kosten, geringem Nutzen oder baulichen Hürden. Pflegebedürftige Eigentümer oder solche mit Sozialleistungen beantragen leichter. Finanzprobleme oder hohes Gebäudealter zählen dazu.
Stelle einen Antrag bei der Behörde. Sie prüft den Einzelfall. Gas- oder Ölheizungen bleiben in Übergangsfristen bis zu zehn Jahre erlaubt, kombiniert mit grünem Gas. Wärmepläne deiner Kommune beeinflussen das. Ringe früh nach. So planst du sicher.

Bußgelder: Hohe Strafen und wie du sie umgehst
Verstöße kosten teuer. Nichteinhaltung der 65-Prozent-Regel zieht Bußgelder von 5.000 bis 50.000 Euro nach sich. Verspätete Anträge oder fehlende Dokumente addieren sich. Die Behörde kontrolliert Neuinstallationen streng.
Vermeide das durch Vorbereitung. Hole dir vorab eine Beratung. Nutze Förderungen, um Kosten zu drücken. In Großstädten wie München startet die Kontrolle früher. Kleinere Orte haben bis 2028 Luft. Bleib informiert. Dann heizt du entspannt weiter.
Förderungen sichern und praktische Schritte planen
Förderungen machen den Heizungstausch bezahlbar. Bis zu 70 Prozent der Kosten übernimmt der Staat über das BEG-Programm. Doch du musst den Antrag richtig stellen. So planst du sicher und sparst bares Geld. Wichtig: Arbeiten an Gas- und Elektroinstallationen dürfen nur von zugelassenen Fachbetrieben ausgeführt werden. Folge diesen Schritten.
So beantragst du Fördergeld Schritt für Schritt
Stelle den Antrag immer vor dem Einbau. Sonst verlierst du das Geld. Zuerst suchst du einen Fachbetrieb. Schließe einen Vertrag mit Schutzklausel ab. Diese koppelt die Leistung an die Förderzusage.
Danach registrierst du dich online. Bei KfW nutzt du das Kundenportal „Meine KfW”. Für Vermieter geht es zur BAFA. Lade Unterlagen hoch: Vertrag, Eigentumsnachweis, Energieausweis.
Die Behörde prüft schnell. Du bekommst eine Zusage. Erst dann startet der Einbau. Reiche danach den Nachweis ein: Rechnungen, Abnahmeprotokoll. Die Auszahlung folgt in Wochen.

Hier die Schritte im Überblick:
- Fachbetrieb beauftragen und Vertrag mit Schutzklausel unterschreiben.
- Online-Antrag bei KfW oder BAFA stellen, vor Baubeginn.
- Zusage abwarten und Einbau durchführen.
- Nachweise einreichen und Förderung kassieren.
So sicherst du bis 21.000 Euro pro Wohneinheit. Prüfe Boni wie Geschwindigkeits- oder Einkommensbonus. Regeln ändern sich, also frage nach.
Kosten sparen: Tipps für Bestand und Neubau
Im Bestand sanierst du schrittweise. Tausche zuerst die alte fossile Heizung. Kombiniere mit Dämmung. Das senkt den Bedarf um 30 Prozent. Erstelle einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP). Er bringt extra 5 Prozent Förderung.
Für Neubau planst du von vorn. Wähle direkt eine Wärmepumpe mit JAZ über 3,5. Integriere Solarthermie auf dem Dach. Nutze den Effizienzbonus für natürliche Kältemittel. So sparst du langfristig Stromrechnungen.

Beide Fälle profitieren vom Grundzuschuss von 30 Prozent. Addiere den Klimabonus von 20 Prozent, wenn du bis 2028 tauschst. Im Bestand: Hydraulischen Abgleich nicht vergessen, sonst sinkt die Effizienz. Bei Neubau: Lage prüfen, je nach Bundesland variieren Regeln. Hole Rücksprache beim Bauamt ein. So maximierst du Ersparnis und Förderung.
Schlussfolgerung
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verlangt bis Mitte 2026 mindestens 65 Prozent Erneuerbare Energien bei neuen Heizungen. Große Städte starten früher, kleinere haben bis 2028 Zeit. Wärmepläne Ihrer Kommune bestimmen den genauen Termin. Danach lockert das GMG die Regeln und erlaubt mehr Optionen wie Hybride oder Grüngas.
Nutzen Sie Förderungen bis zu 70 Prozent, um Kosten zu senken. Wärmepumpen oder Biomasse passen oft am besten. Vermeiden Sie Bußgelder durch frühe Planung und Ausnahmen für Härtefälle. Prüfen Sie im Regelfall bei Ihrem Bauamt nach, je nach Bundesland.
Arbeiten an Gas- und Elektroinstallationen dürfen nur von zugelassenen Fachbetrieben ausführen werden. Holen Sie jetzt eine Beratung ein. Rufen Sie Ihre Gemeinde an und erstellen Sie einen Sanierungsplan.
Hier eine schnelle Checkliste für den Einstieg:
- Wärmeplan-Status abfragen.
- Geeignetes System auswählen.
- Förderantrag vor Einbau stellen.
- Fachbetrieb beauftragen.
So heizen Sie zukunftssicher und sparsam. Bleiben Sie informiert über BAFA-Förderungen.
