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Innendämmung im Altbau: Wann sie sinnvoll ist und wann nicht

by Thomas Berger
5 minutes read

Stell dir vor, du heizt deinen Altbau und spürst kalte Wände. Innendämmung Altbau klingt wie eine einfache Lösung. Doch sie birgt Risiken.

Viele Eigentümer überlegen, ob sie Wände von innen dämmen sollen. Das spart Energie durch Wärmedämmung. Aber Feuchteprobleme lauern oft dahinter. Wann passt sie wirklich?

Wir schauen uns Vorteile, Nachteile und Kriterien an. So entscheidest du fundiert.

Key Takeaways

  • Innendämmung Altbau eignet sich ideal, wenn Außendämmung unmöglich ist – z. B. bei Denkmalschutz oder engen Nachbarabständen – und die Wände trocken sind.
  • Sie spart Heizkosten, verbessert das Raumklima mit diffusionsoffenen Materialien und lässt die Fassade unverändert, aber minimiert Wärmebrücken nur mit Profiplanung.
  • Risiken beachten: Feuchte und Schimmel drohen bei feuchten Wänden – immer Energieberater und iSFP holen!
  • Kosten: 100–200 €/m², Förderungen bis 20 % (BAFA/KfW) machen es günstiger, aber kein DIY.

Was ist Innendämmung im Altbau?

Innendämmung Altbau bedeutet, Dämmmaterial direkt auf die Innenwände der Außenwand zu kleben oder zu befestigen. Du baust eine neue Schicht vor die alte Mauer. Typisch für Altbauten mit dicken Steinwänden.

Der Aufbau ist einfach. Zuerst kommt eine Dampfsperre. Dann Dämmplatten aus Mineralwolle oder EPS, die man durch Dämmplatten kleben befestigt. Darüber Gipskarton oder Putz. Die Dicke liegt oft bei 4 bis 8 Zentimetern.

Hand-drawn cross-section sketch of historic stone wall with mineral wool insulation layer added inside.

Das Bild zeigt einen Querschnitt. Die Innendämmung schützt vor Kälte. Sie ändert die Fassade nicht. Ideal bei Denkmalschutz.

Aber bauphysikalische Regeln gelten, insbesondere für diffusionsoffene Konstruktionen. Wände müssen trocken sein. Sonst kondensiert Feuchte. Lass das von einem Energieberater prüfen, um eine sichere Wärmedämmung zu gewährleisten.

Vorteile der Innendämmung

Innendämmung als Wärmedämmung spart Heizkosten. Sie hält Wärme besser drin. Räume erwärmen sich schneller. Besonders in ungenutzten Zimmern.

Du sparst Platz außen. Kein Gerüst nötig. Arbeiten gehen ganzjährig. Auch bei Mietwohnungen machbar, falls der Vermieter einverstanden ist.

Hand-drawn graphite sketch of cozy room interior with insulated walls, radiator, and window.

Innendämmsysteme verbessern das Raumklima. Diffusionsoffene und kapillaraktive Materialien wie Kalziumsilikatplatten oder Holzweichfaserplatten lassen Feuchte aus der Außenwand entweichen. Weniger Zugluft. Mehr Komfort im Winter. Diese Systeme passen besonders gut zu einer Wandheizung und Lehmputz für optimale Ergebnisse.

Für Vorteile und Kosten der Innendämmung lohnt ein Blick auf etablierte Quellen. Dort steht: Geringere Ausgaben als bei Außendämmung.

Kurz: Sie passt zu Altbauten, wo Außendämmung teuer wird.

Risiken und Nachteile

Bei der Innendämmung Altbau kühlt die Innendämmung die Außenwand ab. Kondenswasser bildet sich am Tauwasserpunkt auf der Innenseite der Außenwand. Schimmelbildung droht, wenn die Wand nicht diffusionsoffen ist.

Wärmebrücken bleiben bestehen, besonders an Fensterlaibungen oder Balkenköpfen. Das führt zu Bauschäden. Es entsteht ein Wohnraumverlust von 5 bis 10 Zentimetern pro Wand.

Hand-drawn sketch of old masonry wall cross-section with water droplets between inner insulation and wall.

Das Bild warnt vor Feuchte. Tropfen sammeln sich dahinter. Deshalb immer einen Fachmann holen.

Fachgerechte Innendämmung im Altbau betont: Wärmebrücken vermeiden. Sonst hohes Risiko für Schimmelbildung.

Außerdem: Putzarbeiten stauben. Du verlierst Platz. Und der Effekt ist schwächer als Außendämmung.

Wann ist Innendämmung sinnvoll?

Innendämmung im Altbau eignet sich besonders, wenn Außendämmung unmöglich ist. Zum Beispiel bei Denkmalschutz oder engen Abständen zu Nachbarn.

Dein Altbau muss trocken sein. Wände ohne Salzbeläge. Wichtig: Schlagregenschutz von außen und Luftdichtheit von innen sicherstellen. U-Wert vor Dämmung über 1,0 W/(m²K). Nach der Wärmedämmung unter 0,35 W/(m²K) erreichen, wie das Gebäudeenergiegesetz es fordert.

Lass einen individuellen Sanierungsplan (iSFP) erstellen. Der prüft bauphysikalisch. Bei Denkmalschutz Rücksprache mit dem Bauamt empfohlen, je nach Bundesland.

Bei sporadisch genutzten Räumen top. Schnelles Aufheizen. Für Klinkerfassaden geeignet. Für Mauerwerk eignen sich mineralische Lösungen wie Multipor.

Innendämmung im Altbau erklärt zeigt: Unabhängig von Wetter machbar.

A partially renovated room with exposed brick walls and construction materials on site.

Photo by Francesco Ungaro

Typisch für Sanierungen. Hier siehst du den Übergang.

Kosten und aktuelle Förderungen

Kosten für die Innendämmung Altbau: 100 bis 200 Euro pro Quadratmeter. Für 100 m² Wände 10.000 bis 20.000 Euro. Inklusive Material und Arbeit.

Ab 2026 fördert die staatliche Förderung (BEG Förderung) über BAFA 15 Prozent Zuschuss auf maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit. Das sind 4.500 Euro.

Mit iSFP-Bonus 20 Prozent auf 60.000 Euro. Bis 12.000 Euro. Die erforderliche Dämmstoffdicke beträgt mindestens 4 cm und hängt vom gewünschten U-Wert bis 0,35 W/(m²K) sowie den gesetzlichen Anforderungen ab. Gebäude über 5 Jahre alt.

FörderungProzentsatzMax. Kosten pro WEMax. Zuschuss
BAFA Grund15 %30.000 €4.500 €
BAFA + iSFP20 %60.000 €12.000 €
KfW-Kredit~2 % Zins120.000 €

Die Tabelle fasst es zusammen. Kombiniere mit KfW-Kredit. Beantrage vor Baubeginn.

Arbeiten an Gas- und Elektroinstallationen nur durch zugelassene Fachbetriebe. Kein DIY da.

Verbraucherzentrale zu Innendämmung rät: Expertenplanung Pflicht.

Frequently Asked Questions

Wann ist Innendämmung im Altbau sinnvoll?

Innendämmung passt super, wenn Außendämmung nicht geht, wie bei Denkmalschutz oder sporadisch genutzten Räumen. Die Wände müssen trocken sein (U-Wert vor Dämmung >1,0 W/(m²K), danach <0,35). Lass einen iSFP erstellen und das Bauamt prüfen.

Welche Risiken birgt die Innendämmung?

Hauptrisiko: Kondenswasser und Schimmel hinter der Dämmung, wenn die Außenwand nicht diffusionsoffen bleibt oder feucht ist. Wärmebrücken an Fenstern bleiben oft bestehen und verursachen Bauschäden. Deshalb immer Fachmann und bauphysikalische Prüfung!

Wie hoch sind die Kosten und gibt es Förderungen?

Rechne mit 100–200 € pro m² inklusive Material und Arbeit. Ab 2026 gibt’s BAFA-Förderung: 15 % auf 30.000 € (bis 4.500 €) oder 20 % mit iSFP (bis 12.000 €). Kombiniere mit KfW-Kredit und beantrage vor Baubeginn.

Welche Materialien sind für Altbauten geeignet?

Diffusionsoffene und kapillaraktive wie Mineralwolle, Kalziumsilikat (Multipor) oder Holzweichfaserplatten. Dicke 4–8 cm, mit Dampfsperre und Gipskarton obendrauf. Passe an Mauerwerk oder Klinker an für besten Feuchteschutz.

Kann ich Innendämmung selbst machen?

Nein, auf keinen Fall! Bauphysik ist tricky, Fehlplanung führt zu Schimmel. Nur zugelassene Fachbetriebe, plus Energieberater für sichere Wärmedämmung.

Fazit

Innendämmung Altbau spart Energie, wenn Außendämmung fehlschlägt. Minimieren von Wärmebrücken und Vermeidung von Schimmelbildung an der Außenwand sind oberste Prioritäten, aber nur bei trockenen Wänden und Profiplanung.

Feuchte prüfen lassen. Das verhindert Schimmelbildung. Förderungen machen sie günstiger.

Überlege deine Situation. Hole einen Fachberater. So wird dein Altbau zukunftssicher.

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